Unser Schulprofil

Jede Schule hat ihr eigenes Profil, dass sie von anderen Schulen unterscheidet, so auch die Grundschule Kissenbrück.

Ein Schulprofil beinhaltet die Gesamtwahrnehmung  einer Schule von außen und innen mit all ihren Besonderheiten und typischen Ausprägungen. Zum Profil gehören vor allen Dingen natürlich die Qualität des Unterrichts und  besondere Angebote innerhalb des Fächerkanons, aber bestimmend sind auch der Geist des Miteinanders und das Schulleben mit seinen Veranstaltungen, Festen und Feiern. Nicht zu vergessen sind bestehende Traditionen. Unsere Schule und damit auch ihr Profil befinden sich in einem ständigen Wandel im Sinne von Neues wagen und Bewährtes bewahren.

Die Grundschule Kissenbrück hat in den letzten Jahren neben allen anderen Aufgaben der Schulentwicklung und Qualitätssicherung intensiv  an ihrer Profilbildung gearbeitet.

Unsere Schule ist gekennzeichnet durch ihre naturwissenschaftliche Ausrichtung. Die Entwicklungen in  Naturwissenschaft und Technik unterstreichen das grundlegende Bedürfnis der Menschen, die Welt zu erkennen, zu begreifen und zu gestalten. Unsere Lebenswelt wird zunehmend durch die Anwendung dieser Erkenntnisse geprägt. In Unterricht und Schulleben der Grundschule Kissenbrück wird infolgedessen Inhalten aus den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) ein hoher Stellenwert eingeräumt. Regelmäßig stattfindende spannende Projekte machen z.B. naturwissenschaftlich-technische Phänomene für die Schülerinnen und Schüler nachhaltig erlebbar (vergl. Konzepte ). Es ist unser Ziel, frühzeitig Interesse an diesen Unterrichtsfächern zu wecken, um so technisches und naturwissenschaftliches Denken und Forscherneugier zu entwickeln und zu fördern.

 

Fest verankert im Schulprogramm ist die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken. Die neuen Technologien haben grundlegende Bedeutung in allen beruflichen und privaten Lebensbereichen. Deshalb muss sich Schule diesen Herausforderungen stellen, will sie nicht den Anschluss an die außerschulische Realität verlieren und damit ihren Bildungsauftrag verfehlen. Die Schülerinnen und Schüler müssen dazu befähigt werden, diese Techniken in individueller und sozialer Verantwortung zu nutzen, sie kritisch zu beurteilen und den dadurch maßgeblich beeinflussten gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten. Und dies bereits schon in der Grundschule.

Die Voraussetzungen zum Einsatz der neuen Technologien sind durch die Elternschaft, Sponsoren  und das N 21- Projekt des Landes Niedersachsen geschaffen worden. Die gesamte Schule ist vernetzt, jeder Raum verfügt über zwei Internetanschlüsse mit entsprechender Computerausstattung und Präsentationsgeräten. Unser Ziel ist es, in jedem Klassenraum alle von uns benötigten technischen Medien vorzuhalten. Langfristig wünschen auch wir uns natürlich auch einige der  neuen interaktiven Whiteboards, die den Einsatz von Lernsoftware und Internet optimieren.

Der Umgang mit den modernen Informationstechnologien gehört  für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kissenbrück zum Unterrichtsalltag. Übrigens ebenso wie der Umgang mit unserer Schülerbibliothek oder den vielen Sachbüchern und Nachschlagewerken. Denn Medienkompetenz umfasst nicht nur den technologischen Bereich.

 

Das Lernen lernen ist ein weiteres zentrales Thema unseres Schulprogramms. Dabei geht es uns im Wesentlichen um Lernstrategien, die zur Bewältigung von Lernaufgaben dienen.  Mit kognitiven Lernstrategien sind jene Aspekte gemeint, die mit der unmittelbaren Informationsaufnahme zu tun haben, etwa konkrete Arbeitstechniken, die man zum Einprägen von neuen Informationen anwendet, wie Skizzen anfertigen, Schlüsselwörter unterstreichen bzw. markieren, Ausdenken von konkreten Beispielen, Bildung von Analogien, kritisches Prüfen von Argumentationszusammenhängen, das Nachdenken über Alternativen zum gerade Erlernten, das Wiederholen durch mehrmaliges Lesen oder auch das Auswendiglernen von Schlüsselbegriffen. Metakognitive Lernstrategien beziehen sich weniger auf den eigentlichen Lernvorgang, sondern mehr auf die Kontrolle des eigenen Lernfortschrittes, also das selbständige Planen der Lernschritte, wie z.B. Reihenfolgen festlegen, Wichtiges  vom Unwichtigen trennen oder aber anderen den Lernstoff erklären. Ressourcenbezogene Lernstrategien beziehen sich in erster Linie auf die Organisation und die Rahmenbedingungen des Lernens. Dazu gehören Anstrengung, Aufmerksamkeit, Willensstärke und Konzentration auch bei ungeliebten Stoffgebieten, das Festlegen von Lernzeiten im Sinne von Zeitmanagement, die Arbeitsplatzgestaltung, um Ablenkungen zu vermeiden, das Vorhandensein der notwendigen Arbeitsmittel wie Stifte, Papier, aber auch die Nutzung zusätzlicher Informationsquellen sowie das Lernen in Gruppen. (vergl.www.uni-koeln.de/hp-fak/psychologie/ag-lauth/informationen/lernstoe.html) Mit einer zusätzlichen wöchentlichen Methodenlernstunde in der dritten und vierten Klasse unterstützen wir gezielt diesen Lernprozess.

 

Um der Bedeutung von frühem Fremdsprachenlernen als Schlüsselqualifikation für das Leben in einer mehrsprachigen Gesellschaft Rechnung zu tragen, beginnen wir mit je einer Wochenstunde Englischunterricht bereits in der zweiten Klasse.

Der Englischunterricht wird von unseren qualifizierten Fachlehrerinnen geplant und durchgeführt. Frühenglischunterricht in Klasse 2 ermöglicht das spielerische Erlernen der Fremdsprache. Der Unterricht orientiert sich dabei an den wesentlichen Prinzipien und der konzeptionellen Methodik der Frühvermittlung von Sprachen. Durch Ritualisierung und Einsprachigkeit, eingebettet in den schulischen Kontext sowie die unmittelbare Lebenswelt der Kinder, werden so eine frühzeitige Sprachlernkompetenz durch die gemeinsame Interaktion im Unterricht mit den Schwerpunkten Hörverstehen und mündlicher Sprachgebrauch aufgebaut. Sinnvoller wäre es sicherlich, mit dem Fremdsprachenlernen bereits ab der ersten Klasse zu beginnen, nur dazu fehlen uns leider die notwendigen Ressourcen.

 

Zum Schulprofil der Grundschule Kissenbrück gehört auch das verpflichtende Erlernen eines  Musikinstrumentes. Wenn Kinder im Klassenverband gemeinsam instrumental musizieren, ist das ein sehr komplexer Vorgang und eine außerordentliche Leistung des Gehirns. Die Schülerinnen und Schüler müssen über sichere Notenkenntnisse verfügen, einen bestimmten Takt bzw. Rhythmus einhalten und auch noch das jeweilige Instrument- bei uns die Blockflöte - richtig bedienen können. Kinder, die ein Musikinstrument erlernen, sind nicht nur nachweislich intelligenter, sondern entwickeln darüber hinaus eine signifikant höhere Sozialkompetenz als Kinder, die nicht musizieren. Das gemeinsame Musizieren unterstützt in besonderem Maße die Entwicklung von Teamfähigkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme ebenso wie die Ausbildung von Kreativität, Konzentrationsfähigkeit und Motorik. Fast alle Schülerinnen und Schüler, die ein Musikinstrument erlernen, können nach einer gewissen Zeit eine Reihe von Liedern auswendig und spielen dann ohne Noten. So wird auch die Merkfähigkeit für das schulische Lernen unterstützt. Das Erlernen eines Musikinstrumentes erfordert viel Geduld und Beharrlichkeit und wirkt  damit  positiv auf die Entwicklung des Lern- und Arbeitsverhaltens. Darüber hinaus steigern öffentliche Auftritte das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit unserer Schülerinnen und Schüler.

 

Umwelt- und Gesundheitserziehung sind weitere bedeutsame Bestandteile unseres Schulprogramms. Einbezogen werden  alle Bereiche des schulischen Lebens mit dem Ziel, die Kompetenz der Schüler zur Förderung der eigenen Gesundheit und zum nachhaltigen Umgang mit der Natur zu entwickeln und zu stärken. Gesundheit wird dabei ganzheitlich betrachtet und umfasst körperliche, geistige, psychische und soziale Aspekte. So entsprechen z.B. unsere Schulmöbel mit höhenverstellbaren Tischen und rückenfreundlichen Stühlen den ergonomischen Standards. Der Schulhof ist gemeinsam mit den Eltern zum Bewegungshof mit Pausengeräten, Freispielfläche und Ruhezone mit Naschgarten umgestaltet worden. Regelmäßige Entspannungsübungen unterstützen den Stressabbau etwa vor Klassenarbeiten.

Da die gesunde Ernährung die Voraussetzung für die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers ist, führt jede Klasse wöchentlich einen Obst - und Gemüsetag durch und als Schulgetränk haben wir auf Mineralwasser umgestellt. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der jährlichen Kochprojekte der Landfrauen mit einer gesunden Ernährungsweise vertraut gemacht.

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Vorhaben und Projekten, die regelmäßig an unserer Schule durchgeführt werden.

 

All dies zeigt, dass die Grundschule Kissenbrück ein sich ständig weiterentwickelnder Ort des Lernens und Lebens ist.

 

 



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